Abenberg, Mittelfranken
Die Stadt mit rund 5.500 EW (2008) am Westhang eines Höhenzuges wurde 1071 erstmals urkundliche erwähnt. Die Siedlung am Kreuzpunkt ehemaliger Handelsstraßen entwickelte sich während der Herrschaft Kaiser Heinrich II. die Grafschaft Abenberg mit Burg.1296 erhielt Abenberg Stadtrecht. Bis um 1914 war die Nadelherstellung und Spitzenklöppeln wichtigster Erwerb. Das gepflegtes Ortsbild einer zweitorige mittelalterliche Stadtanlage mit Marktstraße und die Burg sind erstauinlich.
Alsfeld, Hessen
Städtchen und Erholungsort an der Schwalm zählt rund 17.000 Einwohner mit eigenem Ellenmaß.
1069 bzw. 1180 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt die marktstädtische Gründung Anfang 13. Jahrhundert Stadtrechte. Im 14. Jh. war Alsfeld Residenz der hessischen Landgrafen. Und 1975 Europäischen Modellstadt! Der historische Stadtkern beeindruckt mit vielfältigster Fachwerkbebauung - ob schlicht oder aufwendig. Alsfeld liegt an der Deutschen Fachwerkstraße.
Amberg, Oberpfalz
Die Stadt Amberg an der Vils hat heute rund 46.000 Einwohner. Stadtrechte besaß sie nachweislich ab 1242. Seit 1388 bis zur frühen Neuzeit war Amberg Zentrum des Bergbaus und Hüttenwesens der Oberpfalz, 1329 bis 1806 Regierungssitz der oberpfälzer Kurfürsten. Vom einst beträchtlichen Wohlstands zeugt die sehr gut erhaltene Altstadt mit ihrer noch gut erhaltenen Stadtmauer.
Apolda, Thüringen
Die Kreisstadt mit rund 27.000 Einwohnern liegt in einer breiten Talmulde am Ostrand des Thüringer Beckens. 1119 erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sie sich von einer bäuerlichen Ansiedlung zu einem Zentrum von Handwerk und Gewerbe. Schon 1654 wurden Apoldaer Strümpfe auf der Leiziger Messe gehandelt. 1722 wurde die erste Glocke in Apolda gegossen. Anfang 20. Jh. gab es hier eine Automindustrie. Viele Villen und öffentliche Gebäude entstanden derzeit im Gründerzeit- und Jugendstil. Sie prägen die Stadt.
Aue, Erzgebirge
Die Kreisstadt Aue liegt am Zusammenfluss des Schwarzwassers mit der Zwickauer Mulde. Die uralte Siedlung im Westerzgebirge wuchs nach reichen Zinnerzfunden am Heidelsberg ab 1662 vom Dorf zur Berg- und Industriestadt. Das Fussballstadion des FC Erzgebirge Aue ist das landschaftlich am reizvollsten gelegene der Welt.
Augsburg, Schwaben, Fugger
Die mit ihrer Fuggerei einst bedeutende Handelmetrople des Schwabenlandes hat heute die drittmeisten Einwohner im Bundesland Bayern. Wenn man flott um die Maximilianstrasse auspendelt, zum Stadtgraben und ans anmutige Lechufer gelangt, will man noch mehr über Augustusburc erfahren.
Bad Doberan, Ostsee
Kleinstadt mit Ortsteil Heigendamm. 1186 nahmen mit Gottes Segen Zisterzienser Land am nahe slawischen Dorf Doberan und errichteten ein Kloster und besiedelten es deutsch. Um 1800 wurde der Flecken herzögliche Sommerresidenz.
Bamberg, Franken
Stadt mit rund 70.000 EW, Weltkulturerbe mit baulicher Vielfalt. Im Zeitalter des Barock erschlug der Kontrast zwischen Gartenstadt und barocker Pracht den Tagestourist oder es geschahen sagenhaften Wunder. Meiden wir die Hexenverbrenner und besuchen Fischer, Gärtner, Brauer und Kaiser.
Berching, Oberpfalz
Das Städtchen mit rund 8.000 Einwohnern ist staatlich anerkannter Erholungsort. Es besitzt einen vollständigen, und dazu den in der Vorstadt noch großteils erhaltenen Stadtmauerring, farbenfrohe Altstadthäuser, einen weiten Marktplatz und viel Flusslandschaft.
Celle, Niedersachsen
Stadt mit rund 73.000 EW (2003) an der Aller und am Südrand der Lüneburger Heide!.986 erstmals erwähnt, verlegte Herzog Otto der Strenge 1292 Burg und Ort von Altencelle nach Celle, liess die Stadt nach eigenen Plänen anlegen. 1373 bis 1705 war Celle Residenz und gelangte unter Herzog Georg Wilhelm 1665-1705 zur barocken Blüte (Parks,Theater).
Danach vollzog sich ein Wandel zur Beamten- und Juristenstadt. Mit der Industrialisierung wuchs Celle relativ rasch, wurde attraktives Zuzugsgebiet.
Dinkelsbühl, Mittelfranken
Die ehemals Freie Reichsstadt im Wörnitztal mit heute etwa 11.000 Einwohnern weist einen denkmalgeschützten, spätmittelalterlichen Stadtkern auf mit viel Fachwerk, oft unter Putz verborgen. Prächtige Giebelhäuser sind am Weinmarkt zu sehen. Besonders schöne Fassaden findet man in der Nördlinger und der Segringer Straße. Auffallend sind die viele breiten Marktstraßen, die vollständig erhaltene Wehranlage, teils noch vom wassergefüllten Graben umgeben.
Dömitz, Westmecklenburg
Die Stadt mit rund 3.000 Einwohnern an der Elbe und Mündung der Elde wurde 1259 erstmals urkundlich erwähnt und 1259 zur Stadt erhoben. Lange Zeit war Dömitz als Elbzollstätte und Grenzort im Dreiländereck Mecklenburg-Brandenburg-Niedersachsen wirtschaftlich wie strategisch bedeutend. Dömitz wurde durch die Festund und die Elbschiffahrt geprägt.
Die vom Wasser umflossene Altstadt weist ein ansehnlich geschlosses Ortsbild auf mit zumeist nach 1809 errichteten Ziegel-Fachwerkhäusern.
Dresden, Sachsen, Elbflorenz
Als neue Residenz der Albertiner entwickelte sich Dresden zur Kunststadt, die unter August den Starken (1694 -1733) und dessen Sohn Friedrich August II. ihren Gipfel an Prunk und Macht erreichte. Zwinger, Hofkirche, Frauenkirche, Japanisches Palais, zahlreiche Adelspalais und reichverzierter Bürgerhäuser brachten der Landeshauptstadt Sachsens den Beinamen Elb-Florenz.
Erlangen, Mittelfranken
Universitaetsstadt mit reichlich 100.000 EW nahe Frankens Mitte. Ansiedlung von Protestanten aus Frankreich (Hugenotten) ab 1683 trug viel zur Entwicklung zum Industriezentrum und zum linearen Grundriss der Neustadt bei.
Forchheim, Oberfranken
In der Kreisstadt mit rund 30.000 Einwohnern erinnert noch viel an die herrschaftliche Vergangenheit. Eine unverstaubt moderne Stadt mit Fachwerk aus verschiedenen Jahrhunderten, Festungsresten, schlichtem Barock und einer Kaiserpfalz, die keine war.
Fürth, Franken, Kleeblattstadt
Die Stadt Fürth weist einen bestens erhaltenen historischen Hausbestand der Gruenderzeit auf. Viele der noch fast geschlossene Hausreihen des Historismus und des Jugendstils sind recht beachtlich, vorallem im Osten der Stadt um die Hornschuchpromenade. Zugleich ist die urigen Altstadt eine Augenweide. Mit mit Heilquellen und weiten Parkanlagen wird ohne viel Geschrei das Flair einer Kurstadt geboten.
Fritzlar, Eder, Hessen
Die Dom- und Kaiserstadt mit rund 15.000 EW wurde 730 am Schnittpunkt wichtiger Straßen als Marktstadt gegründet. Durch Karl den Großen mit einer Pfalzanlage versehen, wurde Fritzlar bevorzugter Aufenthaltsort deutscher Könige und Kaiser. 1157 vermutlich schon mit Stadtrechten ausgestattet, wuchs Fritzlar zu einem wichtigen Zentrum in Nordhessen, erlitt allerdings in der Folge einen Bedeutungsverlust. Bei schwacher Industriealisierung blieb uns eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschland.
Fulda, Hessen
Stadt mit rund 62.000 Einwohnern, an der Fulda und nahe am Naturpark Hessische Rhön gelegen. 744 ließ Bonifatius hier ein Kloster erbauen, das 774 durch Karl den Großen den Status eines Reichsklosters erhielt. 1134 wurde Fulda erstmals als Stadt bezeichnet. Von herrschaftlicher Blüte zeugen Dom- und Schlossbauten, das Barockviertel. Im Zweiten Weltkrieg wurde Fulda zu einem Drittel zerstört. Fulda aber blieb eine religiös und wirtschaftlich bedeutende Stadt.
Freital, Osterzgebirge, Sachsen
Stadt mit rund 39.000 EW (2006), 46.000 EW (1985, schön gelegen nahe der Wilden Weißeritz und dem Triebischtal, erste Erzgebirgsausläufer berührend. Mit Vergabe eine Bergbauprivilegs 1542 wurden aus reinen Bauerndörfern slawischen und deutschen Ursprungs gemischte Bergbau-, später Industrieorte, aus Gutsbesitzern Industrielle.Aus Bauernland wurde Bauland. 1921 schlossen sich die Orte zur damals neuntgrößten sächsischen Stadt Freital zusammen..
Geithain, Sachsen
Kleinstadt mit 6.580 Einwohnern (1998) an der Bahnlinie Leipzig-Chemnitz.
Die Anlage der Stadt erfolgte im 12. bis 3. Jh. auf einem Hügelkamm mit zwei parallelen Hauptstraßen mit Straßenmarkt. Diese Grundstruktur blieb bis heute nachvollziehbar erhalten. 1186 erfolgte eine erste urkundliche Nennung des Ortes, der 1209 Stadtrecht erhielt. Für 1339 ist die Stadtmauer beurkundet. Acht große Brände verwüsteten Geithain. Geithain war 1682-1897 Garnisonsstadt. Lange bedeutend waren Kalkbrennerei und Emailleproduktion.
Greifswald, Vorpommern, Ostsee
Die Universitäts- und Hansestadt am Bodden zählt rund 65.000 EW (1997),
Der Ort wurde von Mönchen des Zisterzienserklosters Eldena planmäßig am Fluß Ryck angelegt und 1248 erstmals urkundlich erwähnt. 1249 wurde sie Besitz der pommerschen Herzöge, erhielt 1250 Stadtrecht und war spätestens 1278 befestigt und Hansestadt. Greifswald war nachhaltig von der 1456 gegründeten Universität, der Garnison und vom Landadel der Umgebung geprägt. 1945 wurde die Stadt kampflos und zerstörungsfrei der Roten Armee übergeben.
Greiz, Vogtland, Thüringen
Stadt mit rund 34.000 EW im Vogtland, an der Weißen Elster. 1147 zerfiel die Stadt durch Erbteilung in Obergreiz und Untergreiz Erst 1786 wurde Greiz wieder vereinigt und Residenz des Fürstentums Reuss, das bis 1918 bestand. 1802 wurde die Stadt durch einen Brand zerstört, ist seither stark klassizistisch bebaut.
Großenhain, Sachsen
Kreistadt im Meißner Land mit rund 18.000 Einwohnern (1995), gegründet um
um 1100 Gründung als "Hayn" deutscher Kolonisten auf slawischem Gebiet.
1205 urkundlich erstermals als Stadt erwähnt, entwickelte sich Hayn im Mittelalter zur bestens befestigten Handelsstadt, die von schwedischen Truppen niedergebrannt wurde. Ab 1744 erfolgte ein barocker Wiederaufbau auf historischem Stadtgrundriss. Erst mit beginnender Industrialisierung wuchs die Stadt wieder, wurde 1856 amtlich zu Großenhain.
Hagenow, Westmecklenburg
Das Städtchen zählt rund 13.000 Einwohner. Im 12. Jh. noch als Dorf bezeichnet, 1370 erstmals als Stadt erwähnt. Das lange Straßendorf blieb lange Zeit unbedeutend und entwickelte sich nur langsam zur Ackerbürgerstadt, wurde 1520 sogar erneut als Dorf genannt.
Der Anschluss an das Bahnnetz Mitte 19. Jh. brachte auch für Hagenow einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Halle, Saale, Sachsen-Anhalt
Halle an der Saale erhielt 1085 Stadtrecht, war als starkes Mitglied der Hanse bestrebt, die Herrschaft der Magdeburger Erzbischöfe abzuschütteln. Somit verlor Halle 1478 seine Stadtrechte und das Salzsiederprivileg. Die Salzquellen unterhalb der Burg Giebichenstein wurden erst 1845 zu einem Solebad entwickelt. Nach Aufschluss gewaltiger Braunkohlenlager wuchs Halle zu einem Zentrum der chemnischen Industrie und zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts
Hameln, Weserbergland, Niedersachsen
Stadt mit rund 60.000 Einwohnern (2002) im Weserbergland. Wo bereits Steinzeitmenschen gern hausten, gründete die Reichsabtei Fulda 851 ein Benediktinerkloster. Die folgende Ansiedlung wird wichtiger Handelsplatz an der Weser und bereits um 1200 erstmals als Stadt bezeichnet. Hameln wurde wohlhabend und Mitglied der Hanse, löhnte aber einen Rattenfänger schäbig. Prächtige Steinbauten der Weserrenaissance prägen das gut erhaltene mittelalterlichen Stadtbild noch heute, dazu schmucke Fachwerkhäuser.
Höxter, Oberweser, Westfalen
Die Stadt mit rund 32.000 EW (2007) an der Oberweser, im Herzen des Weserberglandes ist eine der ältesten Städte Norddeutschlands. 823 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Die Entwicklung zur Stadt erfolgte im Kontex zum nahen Machtzentrum Courvey. Ab 19. Jh. entwickelte sich die Stadt zwar langsam, dafür beständig, wuchs Anfang 20. Jh. weit über und die Stadtmauergrenze hinaus. Im Altstadtkern blieben prächtige Adelshöfe und Bürgerhäuser erhalten - überwiegend im Stil der Weserrenaissance.
Kelheim, Niederbayern
Die Stadt mit rund 15.000 EW (2005) am Zufluss von Altmühl/Donau-Main-Kanal und Donau wurde 863 erstmals urkundlich erwähnt. Der Wittelsbacher Herzog Otto l. verlieh Kelheim Stadtrechte, sein Sohn Herzog Ludwig I. machte sie zur Hauptstadt Bayerns bis er umgebracht wurde. Der Hafen in Saal wuchs zu einem Tor zum Weltverkehr im touristisch interessantem Umfeld.
Kempten, Allgäu, Schwaben
Kempten entstand anstelle eine noch in 5. Jh. bestandenen römisches Kastell. Im 17. Jh. wuchs neben der Bürgerstadt eine Stiftsstadt. Beide Städte waren reichsfrei privilegiert und tief verfeindet, mussten deshalb 1803 unter bayrischer Regie zusammen und zum wirtschaftlichen Zentrum des Allgäu wachsen.
Königstein, Stadt, Festung, Sächsische Schweiz
Ein hübsches Städtchen mit rund 2.600 EW in der Sächsischen Schweiz gelegen. Beachtlich ist der mittelalterlicher Stadtkern, in dem Gebäude der Gotik, Renaissance und Barock überwiegen. Schon um 1750 fand Canaletto den Ort und die starke Festung Königstein malerisch genug und reif für die königliche Galerie.
Leipzig, Sachsen, Messestadt
Wozu ewig untote Dichter zitieren? Lass dich verzaubern rund um den Naschmarkt, zech mit dem Teufel in Auerbachs Keller, gib deinem Affen Zucker im sympatischen Zoo und auf der Pferderennbahn. Die Leipziger sind weltoffen, gastfreundlich und kulturvoll.
Memmingen, Unterallgäu
Stadt - heute mit rund 39.000 Einwohnern - wurde um 1160 gegründet, erlangte als freie Reichsstadt ab Ende 13. Jh. und durch einige Kaufmannfamilien Bedeutung. 1525 war Memmingen ein Zentrum der Reformation. Bauern verfassten hier ihre 12 Artikel. Die Innenstadt zeigt noch allerhand Gotik und Renaissance.
München, Bayernmetropole
Auf einem Hochplateau nahe vor den Bayrischen Hochalpen brilliert die einstige Residenz der Wittelsbacher weniger durch kaiserlichen Prunkbauten oder Fußballer, eher durch das scheinbar gelassene Klima in den Boulevards oder auf einer Sandbank der Isar. München hat mehr als einen Biergarten, sogar ein Haus, in dem zu Hof gebraut und getrunken wird.
Nördlingen, Ries, Bayern
Die ehemals Freie Reichsstadt im Donau-Ries ist heute eine der beeindruckendsten Altdeutschen. Erst im 20 Jh. ist sie über den mittelalterlichen Kern hinausgewachsen. Die gesamte Wehrmauer blieb erhalten.
Neumark, Oberpfalz
Die Große Kreisstadt mit rund 8.500 EW am Ludwig-Donau-Main-Kanal wurde im 12. Jh. gegründet, im 13. Jh. befestigt und war bis 1331 Freie Reichsstadt, von 1410 bis 1539 Pfalzgrafenresidenz. Nach 1945 wurde der Stadtkern fast vollständig wieder aufgebaut.
Pfaffenhofen, Ilm, Hallertau, Oberbayern
Kreisstadt an der Ilm in der Hallertau oder Holledau gelegen, scheint hier bayrische Bierseeligkeit fest verwurzelt: Am langen Marktplatz und ringsum viel historistisch gebraut Erbautes und Hopfenland bis in die Ortslagen hinein.
Plauen, Vogtland
Die Stadtbefestigung erfolgte um 1200. Damals wuchs Plauen zur angeblich seinerzeit reichsten Stadt Deutschlands. Bekannt wurde sie durch ihre Spitzenprodukte und die umgebende Kuppenlandschaft des mittleren Vogtlandes.
Reichenau, Bodensee
Die Gemeinde Reichenau am Ausgang des Bodensees gilt wegen seines bedeutenden Gemüseanbaus als Frühbeet Deutschlands. Das Klima ist mild, das Wetter gern wetterwendisch. Schnell heist es: alle Boote ans Ufer!
Für einen Rundgang um die Insel sollte man schon 3 Stunden einplanen.
Reichenbach, Vogtland, Neuberinstadt
Die Stadt mit den 3 Türmen zählt zu den ältesten Vogtlandstädten. Offenbar ging sie aus einer slawischen Siedlung im damals reich von Bächen durchzogenen Hügelland hervor, von dem im 12. Jh. fränkische Siedler Besitz ergriffen. 1271 wird Reichenbach erstmals als befestigte Stadt (civitas) beurkundet. Sie ist stark von gründerzeitliche Architektur und dem Wirken der Theaterreformatorin Neube geprägt
Rosenheim, Oberbayern
Stadt mit knapp 60.000 EW im oberbayrischen Inntaleck. Den Wasserburger Grafen verdankt die Stadt ihren Namen und die weisse Rose im Wappen. Im Mittelalter brachten Salzhandel und Innschifffahrt Geld in die Kassen. 1810 erhielt die Rosenheim eine Saline, 1864 Stadtrechte. Und wer seinen Bahnhof zum Rathaus macht, bezeugt Kultur und wirtschaftlichen Weitblick.
Rostock, Mecklenburg, Hafenstadt
Die untere Warnow erweitert sich zum Breitling, der durch eine Nehrung von der See getrennt wird - ideal als Siedlungs- und Hafenplatz. Im 13. Jh. entstanden neben dem slawischen Handelsplatz Rozstoc deutsche Siedlungen, die sich 1252 zu einer Stadt vereinigten. Schiffbau, Schiffahrt, Handel und Handwerk nahmen einen raschen Aufschwung. Rostock war bedeutendes Mitglied der Hanse.
Schwäbisch Hall, Württemberg, Kurstadt
Die alte Salzsiederstadt am Rande der Haller Ebene in Baden-Wuerttemberg geht auf eine Gründung des Benediktinerklosters Komburg 1075 zurueck. Eine Salzquelle und die Lage am Kocher brachten baldigen Wohlstand. 1150 wurden hier die ersten Heller geprägt. Reich aber ist die ehemals Freie Reichsstadt an altbaulichen Zeugnissen.
Schwerin, Mecklenburg
Auf slawischen Siedlungsgsgebiet nahe der Burg Zuarina am See gegründet, erhielt Schwerin 1160 das erste ostelbische Stadtrecht und wurde früh Sitz des Bistums und Residenzstadt. Nach Bränden wurde die Stadt klassizistisch geprägt, wobei die Schelfstadt auch ältere Strukturen bewahrte.
Die Bundesgartenschau BUGA 2009 in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern war Anlass, das weite Gelände um die Schlossinsel aufzubessern.
Sömmerda, Thüringen
Stadt mit rund 20.500 Einwohnern (2007) an der Unstrut. 876 erstmals urkundlich erwähnt und 918 durch König Konrad dem Kloster Fulda mit sämtliche Güten zugeeignet, wurde Sömmerda administratives Zentrum des Stiftes Fulda. Dann in gräflicher Hand erhielt es Mitte 14. Jh. Stadtrechte durch Graf Heinrich V. von Hohnstein. 1356 den Grafen von Schwarzburg vererbt, später bis 1802 Teil des Kurfürstentums Mainz - lange blieb Sömmerda ein kleinstädtische Dorf. Heute ist die Stadt erwachsen, sauber, betriebsam, charmant.
Stralsund, Vorpommern, Hansestadt, Ostsee
Das städtebauliche Kleinod am Strelasund mit rund 76.000 Einwohnern ist Weltkulturerbe. Die Ansiedlung deutscher Kaufleute am altslawischen Küstenort Strela war handelspolitisch-strategisch motiviert. Lübisches Stadtrecht erhielt sie 1234. Durch erfolgreichen Seehandel und Schiffbau entwickelte sich Stralsund rasch und wurde früh ein wichtigen Mitglied der Hanse. Fast 200 Jahre schwedisch beschützt, blieb Stralsund auch bis zum 2. Weltkrieg wirtschaftsschwache Provinzstadt und würde zudem stark zerstört.
Sulzbach-Rosenberg, Oberpfalz
Die Burg der Grafen zu Sulzbach ist wohl im 9. Jh. entstanden. Am wichtigsten Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag gelegen, wurde sie unter Kaiser Karl IV. zur Hauptstadt Neuböhmens als Land in Baiern.
Die Bergbau- und Hüttengemeinde wurde 1934 mit der Stadt Sulzbach vereint.
Tübingen, Württemberg
Kreisstadt mit rund 80.000 Einwohnern und losgelassene Radfahrern, genial wirr wie Hölderlin. Neue Studenten und alte Vereinigungen, dazu das beeindruckend mittelalterliche Ensemble der Altstadt und die parkige Neckarinsel
Tribsees, Vorpommern, Trebel
Das kleine Städtchen an der Trebel hatte wohl zu keiner Zeit mehr als 4.000 Einwohner, obwohl es bereits 1285 lübsches Stadtrecht erhielt. Die historische Altstadt erhebt sich auf einem leichten, verkehrsberuhigt und überhaupt recht ruhigen Hügel. Er wird dominiert von der Thomaskirche und umschlossen von Resten der Stadtmauer (13. Jh.) mit zwei Stadttoren. Tribsees ist Bestandteil der Europäischen Route der Backsteingotik, wird auch von schönen Radwegen und der zum Wasserwandern einladenden Trebel tangiert.
Ulm, Neu-Ulm, Schwaben
Schwabenstadt Ulm mit rund 116.000 EW liegt an der Mündung der Blau in die Donau. 854 als karolingische Pfalz erwähnt, 1164 zur Stadt erhoben, wurde Ulm als Reichsstadt und Exporteur eigener Leinengewebe im 14./15. Jh. wohlhabend und startete den Münsterbau. 1810 Teilung der Stadt - westlich der Donau blieb sie württembergisch, östlich wurde sie als Neu-Ulm bayrisch.
Vellberg, Schwaben
Städtle im Städtchen mit 4.261 EW (2007) auf 31,89 km² in 375 m ü.NN. auf einem Bergsporn der Limpurger Berge, gut geschützt, ummauert, befestigt und seit dem 16. Jh. nur über ein Tor zugänglich. Platz für zwei Schlösser und eine Kapelle (1400) musste auch noch sein. Viel Gotik und Renaissance.
Weißensee, Thüringen
Das Landstädtchen mit rund 3.500 Einwohnern (2007) entstand als hochmittelalterliche Stadtgründung der Thüringer Landgrafen. Eine Wallanlage bestand hier seit dem 6. oder 7. Jh. Sie erhielt um 1100 erste steinerne Bauten. 1168 baute Landgräfin Jutta die Burg zur wehrhaften Residenz aus. 1240 starb der letzte Landgraf von Thüringen, das Schloss wurde Witwensitz, Landratsamt, Museum. Gleichsam die Geschichte des Städtchen. Nach wirtschaftlichem Niedergang bis ins 19. Jh. ringt es um seinen Bestand.
Zwickau, Erzgebirge, Sachsen
Die einst freie Reichsstadt, Wirtschaftstrabant mit viel Kohle und Fahrzeugbau - Horch! - und bedeutende Fussballstadt im Westerzgebirge, einst. Trotz Territorialerweiterung musste der Status einer kreisfreien Grossstadt aufgegeben werden. Trotzdem erstaunlich pulsierend.